Facebook-Messenger Zwang umgehen

Der Zwang durch Facebook lässt sich sehr leicht auf einem Android-Phone umgehen.

Dazu einfach auf m.facebook.com navigieren. Mit der Menütaste des Androiden (links neben Home-Button) ein Häkchen bei Desktop-Ansicht setzen und nochmal m.facebook.com aufrufen. Danach kann man wie gewohnt per mobiler Website Nachrichten schreiben. Wenn man doch mal wieder umgeleitet wird, dann einfach das Prozedere wiederholen. That’s it!

Facebook Desktop-Ansicht

Advertisements
Veröffentlicht unter Internet, Tutorial | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ubuntu Linux: Verschlüsselung in Google Drive mittels ecryptfs

Folgende Anleitung ist für den Superspezialfall, dass man unbegrenzt Speicher in der Cloud von Google Drive besitzt und das Ganze unter einem Ubuntu Linux zur Datensynchronisation nutzen möchte.

Ich bin eigentlich kein Freund davon seine Daten in der Cloud zu speichern, wo man nicht weiß, was intern beim Anbieter damit geschieht und vielleicht sogar die NSA mal drüber schaut. Daher habe ich mich für die Verschlüsselung mittels ecryptfs entschieden. Einen Container wie z.B. mit Veracrypt, ehemals Truecrypt fällt aufgrund unpraktikabler Gründe hinsichtlicher der Datensynchronisation flach.

Zuerst möchte ich Google Drive unter Ubuntu als Freigabe mounten, damit ich nicht die Daten auf meinem Rechner UND in der Datenwolke habe. Ist für mich sinnvoll, für Daten aus mehrere Quellen oder Sachen die ich zur Langzeitarchivierung NUR in der Cloud haben will.

Dafür gibt es als Möglichkeit nur das Tool google-drive-ocamlfuse, welches nach folgender Anleitung zu installieren ist: https://github.com/astrada/google-drive-ocamlfuse/wiki/Installation.

Wichtig ist ein beherztes

sudo chown user:user

auf den Freigabeordner.

Dann die Google Drive UNBEDINGT mit folgender Option einbinden, da sonst späterer mount-Befehl nicht funktionieren wird (root hat kein Zugriff auf FUSE):

google-drive-ocamlfuse -o allow_root /media/mountpoint

So! Die Freigabe ist eingebunden und kann so auch genutzt werden. Leider ist die Performance nicht so optimal, aber für ein paar Dateisyncs reicht es.

Nun zu Ebene 2: Verschlüsselung mittels ecryptfs. Dazu einfach folgender Anleitung folgen https://wiki.ubuntuusers.de/ecryptfs/Beliebigen_Ordner_verschl%C3%BCsseln. Dabei ist zu beachten, dass man das verschlüsselte Verzeichnis in der Cloud speichert und das unverschlüsselte lokal und am besten auch nicht auf ein bereits verschlüsselten anderes Verzeichnis (beispielsweise /home) – siehe auch http://www.selbstdatenschutz.info/onlinespeicher_verschluesseln.

Der Befehl könnte dann z.B: so aussehen:

sudo mount -t ecryptfs -o ecryptfs_passthrough=n,ecryptfs_enable_filename_crypto=y,ecryptfs_sig=???,ecryptfs_fnek_sig=???,ecryptfs_unlink_sigs,ecryptfs_key_bytes=32,ecryptfs_cipher=aes /media/googledrive/.verschlüsseltes_verzeichnis /media/unverschlüsseltes_verzeichnis

Dabei nutze ich 32-Bit Schlüsselstärke und aktiviere die Verschlüsselung der Dateinamen.

Nun kann man Dateien in das unverschlüsselte Verzeichnis verschieben und diese werden nach kurzer Zeit hochgeladen.

Wie gesagt die Performance ist sehr bescheiden. Mit Verschlüsselung erreiche ich bei ca. 100 MB Upload 0,377 MB/s (gemessen an der Terminalausgabe von rsync) und ohne Verschlüsselung 0,7 MB/s:

rsync -av --progress --delete /home/user/temp /media/unverschlüsseltes_verzeichnis/

Es ist wie gesagt daher eine Spezialfalllösung, aber für mich reicht es zur Langzeitarchivierung.

Viel Spaß!

Update #1
Der Upload vieler kleiner Dateien scheint die Geschwindigkeit exorbitant nach unten zu drücken. Weitere Langzeittests stehen aus …

Update #2
Mir ist aufgefallen, dass wenn rsync den Upload anzeigt, dass laut Systemüberwachung von Ubuntu noch nichts übertragen wird. Erst wenn rsync im Fortschritt der Datei 100 % anzeigt, beginnt scheinbar tatsächlich erst der Upload im Hintergrund, solange wartet rsync dann mit der nächsten Übertragung.

Des Weiteren lädt rsync bei mehrfachen Aufruf auch unveränderte Dateien immer wieder hoch. Obwohl Zeitstempel und Größe laut Nautilus exakt gleich sind. Abhilfe schaffte hier der optionale Parameter -c, mit dem rsync nicht nur den Zeitstempel und die Dateigröße vergleicht, sondern auch eine Checksumme bildet. Vermutlich wird der Zeitstempel intern dann doch irgendwie anders gespeichert, siehe auch https://rsync.samba.org/FAQ.html#2.

Veröffentlicht unter Software, Tutorial, Ubuntu 15.10 Wily Werewolf (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

RTMP-Streams von diversen Mediatheken speichern

In einem früheren Blog-Beitrag (HIER) hatte ich bereits beschrieben, wie man sich die Videos aus der N24-Mediathek lokal speichern konnte. Dies war aber ein sehr spezielles und individuelles Verfahren, deswegen möchte ich heute eine wesentlich elegantere Lösung vorstellen, welche auch theoretisch bei dem überwiegenden Teil aller Streaming-Seiten funktionieren sollte.

Außerdem funktioniert wohl die bisher beschriebene Methode auf der N24-Seite nicht mehr, da das HTML-Design grundlegend verändert wurde. Folgende Methode ist da etwas weniger anfällig für solche Änderungen.

Im Prinzip ist das hier nur eine Übersetzung folgenden englischen Blog-Beitrages:

http://stream-recorder.com/forum/use-rtmpdump-rtmpsrv-linux-t7661.html

Zuerst einmal muss man sich, wenn nicht bereits vorhanden, das Programm rtmpdump installieren:

sudo apt-get install rtmpdump

Nun öffnet man die Video-Seite, beispielsweise eine N24-Mediathek-Seite und pausiert das Video, falls es automatisch startet.

Nun konfiguriert man iptables (Firewall) so, dass der RTMP-Traffic vom folgenden Port umgeleitet wird:

sudo iptables -t nat -A OUTPUT -p tcp --dport 1935 -j REDIRECT

Dann rtmpsrv starten (ist bei rtmpdump dabei):

rtmpsrv

Und nun einfach zurück zur Stream-Seite wechseln und diese neuladen, damit das Video geladen/gestartet wird. Nun sollte parallel durch rtmpsrv im Terminalfenster eine Menge Output entstehen.

Im Fall von der N24-Mediathek und eines beliebigen Beispiel-Videos kann das dann folgendermaßen aussehen:

XXX@XXX:~$ sudo iptables -t nat -A OUTPUT -p tcp --dport 1935 -j REDIRECT
[sudo] password for XXX:
XXX@XXX:~$ rtmpsrv
RTMP Server v2.4
(c) 2010 Andrej Stepanchuk, Howard Chu; license: GPL

Streaming on rtmp://0.0.0.0:1935
WARNING: Trying different position for client digest!

rtmpdump -r "rtmp://pssimn24livefs.fplive.net/pssimn24/" -a "pssimn24/" -f "LNX 11,2,202,280" -W "http://www.n24.de/_swf/HomePlayer.swf?cachingVersion=2" -p "http://www.n24.de" -y "mp4:cm2013/cmp/8b10/0a6c/4f17/6e4b/e3cce7aa52bbda6abc745f97d3dc7b04_1000.mp4" -o e3cce7aa52bbda6abc745f97d3dc7b04_1000.flv

Closing connection... done!

RTMPDump v2.4
(c) 2010 Andrej Stepanchuk, Howard Chu, The Flvstreamer Team; license: GPL
Connecting ...
INFO: Connected...
Duplicate request, skipping.
Caught signal: 13, cleaning up, just a second...
ERROR: WriteN, RTMP send error 32 (42 bytes)
Closing connection... done!

ERROR: RTMP_ReadPacket, failed to read RTMP packet header

Das schöne an dieser Methode ist, dass uns gleich alle wichtigen Parameter für rtmpdump generiert werden und man eigentlich nur noch den langen Kommandozeilenbefehl in der Mitte kopieren und ausführen muss.

Vorher muss man aber ggf. per STRG+C rtmpsvr beenden und iptables wieder rekonfigurieren:

sudo iptables -t nat -D OUTPUT -p tcp --dport 1935 -j REDIRECT

Nun kann man wie gesagt den Befehl ausführen und das Video downloaden, somit entfällt das mühselige selber Zusammensuchen der einzelnen Parameter im Quelltext.

Das kann wie gesagt nicht immer funktionieren, z. B. wenn zusätzliche Schutzmaßnahmen vom Betreiber der Streaming-Site getroffen wurden oder wenn der Stream nicht über das RTMP-Protokoll basiert (z. B. Flash), aber meistens klappt es.
Ich habe das mal mit der RTMP Server Version 2.4 für diverse Portale getestet:

  • N24-Mediathek funktioniert (Live-Stream benötigt extra noch die Option -v, siehe unten)
  • VOX NOW-Mediathek funktioniert
  • ARTE-Mediathek funktioniert leider nicht
  • RTL NOW-Mediathek theoretisch ja, aber hier wird nur die Werbung gedownloadet, aber nicht der eigentliche Stream
  • Pro7-Mediathek leider nicht
  • ARD-Mediathek funktioniert

Ich möchte an der Stelle betonen, dass es unzählige Parameter gibt, die zum Erfolg führen. Manchmal reicht schon eine neue rtmpsrv-Version (falls vorhanden) als die, die in den Ubuntu-Repository ist (an Besten per git downloaden: http://rtmpdump.mplayerhq.hu/) oder es gibt diverse Workarounds für jede Seite oder es wurde einfach ein anderer Port als 1935 genutzt.
Die ARTE-Mediathek und die Dritten werden z. B. ausführlich auf der ubuntuuser-Seite behandelt:

http://wiki.ubuntuusers.de/Streams_speichern

Im zweiten Link oben wird z. B. noch eine Methode beschrieben, bei der man ein Speicherabbild des Flash-Prozesses erstellt und dieses durchsucht.
Ich sage mir immer, alles was ich im Browser angucken kann, dass kann ich auch auf dem Rechner speichern und da hindert mich kein Kopierschutz der Welt daran. Die Frage ist nur, wie schwer wird es einem dabei gemacht und wieviel technisches Wissen muss ich aufbringen.

Es ist sogar problemlos möglich den Live-Stream von N24 zu speichern. Wenn man hier wieder rtmpsrv wie beschrieben benutzt, dann erhält man folgenden Code:

rtmpdump -r "rtmp://pssimn24livefs.fplive.net/pssimn24live-live/" -a "pssimn24live-live/" -f "LNX 11,2,202,280" -W "http://www.n24.de/_swf/HomePlayer.swf?cachingVersion=2" -p "http://www.n24.de" -y "stream1" -o stream1.flv

An diesen Code muss man einfach nur noch die Option -v für Live-Stream anhängen und schon kann man den Stream speichern:

rtmpdump -r "rtmp://pssimn24livefs.fplive.net/pssimn24live-live/" -a "pssimn24live-live/" -f "LNX 11,2,202,280" -W "http://www.n24.de/_swf/HomePlayer.swf?cachingVersion=2" -p "http://www.n24.de" -y "stream1" -o stream1.flv -v

Wesentlich interessanter finde ich an der Stelle aber den Live-Stream per Pipe-Operator an VLC weiterzuleiten, so dass man nicht mal einen Browser braucht:

rtmpdump -r "rtmp://pssimn24livefs.fplive.net/pssimn24live-live/" -a "pssimn24live-live/" -f "LNX 11,2,202,280" -W "http://www.n24.de/_swf/HomePlayer.swf?cachingVersion=2" -p "http://www.n24.de" -y "stream1" -v | cvlc -

Es gibt nämlich auch diverse Seiten im Netz, bei denen man das normale TV-Programm über das Internet schauen kann. Solche Seiten finanzieren sich zum großen Teil über Werbung und wem das zu nervig ist, der kann das natürlich so leicht umgehen.

Möglich wäre auch den Stream per DLNA (siehe: http://wiki.ubuntuusers.de/MiniDLNA) auf den Fernseher des Vertrauens weiterzuleiten.
Dazu müsste man aber einen Weg finden, dass der Fernseher immer nur den letzten Teil des gespeicherten Streams wiedergibt oder man begnügt sich damit jedes mal im Stream nach vorne zu spulen, falls das überhaupt möglich ist (meistens ist das Seeking dann nämlich nicht möglich), da der Fernseher die Datei ja bereits wiedergeben muss, während sie noch gespeichert wird.
Außerdem würde natürlich bei entsprechender Dauer jedesmal eine immense Datenmenge auf dem Computer entstehen.

Aus Erfahrung weiß ich, dass das TV-Gerät eine unfertige Datei bereits wiedergibt, aber eben das Springen im Video nicht möglich ist.

Eine Möglichkeit wäre in folgendem Link beschrieben, bei der der Author ein FUSE-Dateisystem geschrieben hat, was das erforderliche Wiedergeben des letzten Teiles der Datei ermöglicht, allerdings konnte ich hiermit noch keine Erfolge verbuchen, da man das Skript wahrscheinlich anpassen müsste und ich kein Python beherrsche:

http://realmike.org/blog/2011/02/09/live-desktop-streaming-via-dlna-on-gnulinux

Aber ich kann auch ohne diese Möglichkeit leben. 🙂

Veröffentlicht unter Linux, Software, Tutorial, Ubuntu, Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Installation von JSim in Ubuntu

Folgendes Java-Programm soll in Ubuntu installiert werden:

http://www.physiome.org/jsim/

Die Anleitung dazu findet sich auch sogleich auf der Download-Seite:

http://www.physiome.org/jsim/download/linux.html

Ich habe JSim nach /home/BENUTZER/bin/JSim entpackt.

Dann habe ich im Terminal die Umgebungsvariablen nach folgender Anleitung angepasst:

http://wiki.ubuntuusers.de/Umgebungsvariable

Befehle:

PATH=$PATH:/home/BENUTZER/bin/JSim/linux/bin
export PATH
export JSIMHOME=/home/BENUTZER/bin/JSim

Das funktioniert zwar nur, solange das Terminal geöffnet ist, also nur temporär, aber da ich das Programm nur gelegentlich brauche ergab sich für mich keine Notwendigkeit einer globalen Änderung.

Ich habe das dann in ein kleines Bash-Skript gepackt, welche dann auch gleich JSim für mich startet.

Anscheinend läuft das Programm auch nur mit dem letzten Befehl, obwohl es in der englischen Anleitung anders beschrieben zu sein scheint. Oder aber es ist so gemeint, dass wenn man die ausführenden Dateien vom restlichen Verzeichnis trennt, dass man dann noch die ersten beide Befehle extra braucht.

Naja, egal. 🙂

Veröffentlicht unter Linux, Software, Tutorial, Ubuntu, Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

LibreOffice – Farbige Zeilen

In Tabellenkalkulationen finde ich es immer schwer bei vielen Daten den Überblick zu behalten oder wenn man etwas sucht, dass man dann nicht in der Zeile verrutscht.

Abhilfe schafft es hier, wenn man z. B. jede zweite Zeile farbig hinterlegt, z. B. mit einem dezenten Grau oder Blau. Dieses Verfahren habe ich mir mal vom Design der Wiedergabeliste beim Musikplayer Amarok Version 1.x abgeguckt.

  1. Zuerst einmal öffne ich mit F11 die Formatvorlagen.
  2. Dann erstelle ich eine neue Zellvorlage mit der gewünschten Farbe über „Rechtsklick -> Neu“.
  3. Ich markiere den gewünschten Zellbereich für die Einfärbung der Zellen.
  4. Dann wähle ich im Menü „Format -> Bedingte Formatierung“.
  5. Für die Bedingung 1 wählt man im Drop-Down-Menü den Eintrag „Formel ist“ und kopiert folgenden String in das leere Feld daneben: „REST(ZEILE();2)<>0“ (natürlich ohne Anführungszeichen). Die Zellvorlage sollte natürlich auf die eben erstellte Zellvorlage geändert werden.
  6. Auf OK klicken.

Die Formel liest die Nummer der Zeile aus und teilt die Nummer durch 2. Wenn der Rest dieser Division ungleich Null ist, dann wird die Zeile eingefärbt.

So könnte das Resultat dann aussehen (Version: LibreOffice 3.5.4.2):

Farbige_Zeilen

Veröffentlicht unter Linux, Tutorial, Ubuntu, Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Befehl zum Erstellen einer Backup-Datei mit Zeitstempel

Folgenden Code-Schnipsel kann man in die „.bashrc“ im Home-Verzeichnis einfügen (wenn nicht vorhanden, Datei einfach erstellen):

buf () {
filename=$1
filetime=$(date +%Y-%m-%d_%H-%M-%S)
cp ${filename} ${filename}_${filetime}
}

Der Befehl

buf Beispiel.txt

erstellt dann automatisch ein Backup im aktuellen Verzeichnis mit Zeitstempel.

Kann man praktischerweise immer mal gebrauchen 🙂

Lässt sich natürlich auch beliebig anpassen …

Veröffentlicht unter Linux, Ubuntu, Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

LibreOffice: Inhaltsverzeichnis mit Kapitelnummerierung

So, weil ich das immer wieder vergesse 😀

Wenn ich in LibreOffice ein Inhaltsverzeichnis erstelle, dann ist in der Standardeinstellung erstmal keine Nummerierung vorhanden. Ich möchte die Nummerierung aber haben! Wie gehe ich vor?

Zunächst einmal über Einfügen -> Verzeichnisse -> Verzeichnisse das Inhaltsverzeichnis an der gewünschten Cursor-Stelle einfügen.

Dann die Kapitelnummerierung über Extras -> Kapitelnummerierung aktivieren mit folgenden Einstellungen:

Kapitelnummerierung_01

Kapitelnummerierung_02

Im Prinzip wird unter dem Eintrag „Nummer“ die Nummerierung aktiviert und der „Vollständig“-Zähler ab der 2. Ebene mit jeder neuen Ebene um 1 erhöht (bereits voreingestellt).

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ein Punkt als Trennzeichen in der 1. Ebene (weil es ja eigentlich 1. und nicht nur 1 heißen sollte) dazu führt, dass die Formatierung des Tabulators als Platzhalter zwischen Nummerierung und Kapitelüberschrift im eigentlichen Text ab dem 10. Eintrag total zerschossen wird, was sich dadurch zeigt, dass die Abstände absolut unregelmäßig sind. Siehe dazu folgendes Bild:

Inhaltsverzeichnis_03

Als Lösung könnte man hier im Karteireiter des Fensters anstatt eines Tabulators ein Leerzeichen wählen, was zwar wunderbar funktioniert, aber in mehrzeiligen Überschriften dazu führt, dass der Text nicht mehr gleichmäßig eingerückt wird bzw. würde eine Erhöhung des Einzuges bei „Einzug bei“ im selbigen Fenster dazu führen, dass trotz allem NUR der 11. Punkt keinen Tabulator erhält, was mir absolut schleierhaft ist. Also finden wir uns besser damit ab, dass ein primärer Kapiteleintrag eben keinen Punkt hat, sondern nur die Zahl 1, 2, 3 usw.. Dies findet sich übrigens auch im Inhaltsverzeichnis einiger Lehrbücher, deswegen ist es wohl von der „Norm“ her also ok, eben nur etwas ungewohnt.

Update vom 17.04.2013:

Im Einstellungsfenster Kapitelnummerierung den Punkt als Trennzeichen benutzen und in der Registerkarte Position den Tabulator behalten und im Feld darunter den Abstand erhöhen. Ab einem Grenzwert von ca. 0,81 cm scheint alles an seinen rechten Platz zu springen, auch bei mehrzeiligen Überschriften.

Man könnte noch über F11 die Absatzvorlage für „Überschrift 2“ ändern, damit diese nicht mehr kursiv dargestellt wird, wer mag. Allerdings wird dies im Inhaltsverzeichnis ohnehin ignoriert.

Nun habe ich noch über Rechts-Klick auf das Inhaltsverzeichnis und „Verzeichnis bearbeiten“ die Einträge/Ebenen bearbeitet:

Dabei habe ich in der Strukturzeile bei jeder Ebene hinter und vor dem Button E in dem weißen Feld je ein Leerzeichen eingefügt, damit die Punkte und die Nummerierung nicht nahtlos an der Überschrift beginnen bzw. enden. Im folgenden Bild sieht man unter 1. und 2. die Einstellung mit Leerzeichen und in 1.1, 2.1 und 2.1.1 die Einstellung ohne Leerzeichen:

Inhaltsverzeichnis_01

Im folgenden Bild ist das rechte (beide gleichzeitig markieren geht nicht) der beiden Leerzeichen orange markiert:

Inhaltsverzeichnis_02

Genannte Einstellungen sind natürlich wie immer Geschmackssache und können noch beliebig angepasst werden …

Benutzte LibreOffice-Version: LibreOffice 3.5.4.2

Veröffentlicht unter Linux, Software, Tutorial, Ubuntu, Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , , | 2 Kommentare

Standardmäßig keine Benutzerdaten in LibreOffice verwenden

Wer keine Benutzerdaten in LibreOffice verwenden will, wie ich, der findet leider keine Möglichkeiten dies zu deaktivieren, aber zumindestens eine Option diese beim SPEICHERN zu löschen.

Mit Benutzerdaten meine ich in dem Fall hier Metadaten, die dann z. B. in DOC- oder ODT-Dateien unter Eigenschaften den Eigentümer (der Lizenz) des jeweiligen Schreibprogramms kennzeichnen. Sei es in dem Fall LibreOffice oder ein Microsoft-Produkt. Aber auch beim Exportieren in PDFs erscheinen diese Metadaten dann in den Eigenschaften der jeweiligen PDFs.

Wer dies nicht möchte, aus welchem Grund auch immer, der kann in LibreOffice (hier Version 3.5.4.2) folgende Option aktivieren:

Extras -> Optionen -> LibreOffice -> Sicherheit -> Optionen

LibreOffice

Aber Achtung! Wenn man eine fremde Datei z. B. nur öffnet und sie dann sofort als PDF exportiert, dann funktioniert das nicht. Man muss sie wenigstens einmal zwischengespeichert haben oder die Daten manuell entfernen über Datei -> Eigenschaften -> Häkchen entfernen bei „Benutzerdaten verwenden“ und evt. auch einmal auf „Zurücksetzen“ klicken.

Veröffentlicht unter Linux, Software, Tutorial, Ubuntu, Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

VNC/Vino-Server: Keine Aktualisierung des Remote-Desktops (Standbild)

Heute hat mich folgender Bug erwischt:

https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/fglrx-installer/+bug/772873

Dabei startet man ganz normal eine verschlüsselte VNC-Session und sieht aber nur das erste Bild vom Server, sozusagen ein Standbild. Mauszeiger funktioniert zwar und alle Aktionen die man tätigt, werden auf dem Server auch ausgeführt, aber man erhält keine visuelle Rückmeldung, sondern wie gesagt nur dieses Standbild, als wäre der Bildschirm eingefroren :-/

Dies ist ein seit vielen Jahren bekannter Bug zwischen dem Vino-Server, der X.Org-Umgebung bzw. Compiz und den proprietären Grafikkartentreibern.

Nach stundenlangem Durchforsten des Internets, half mir dann folgender Trick:

Die Person auf dem Zielsystem (!!!) muss ohne Desktop-Effekte, also Compiz starten, dazu kann man beim Login von Ubuntu einfach auf das kleine Kreis-Symbol klicken und dann als Session z.B. „Ubuntu-2D“ auswählen, woraufhin die VNC-Session funktioniert! Bei Bedarf kann derjenige dann bei einem erneuten Login wieder den Standard „Unity“ auswählen …

Andere Möglichkeiten, wie auf dem Remote-System den Fenstermanager auf Metacity umzustellen, führte dann dazu, dass bei der VNC-Session zwar der Bug weg war, allerdings auch alle Fenster 😀 also auch nutzlos und eine Installation von x11vnc auf dem Zielsystem erschien mir dann für den Moment zu aufwändig …

Veröffentlicht unter Linux, Tutorial, Ubuntu, Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

lightDM: Grafischer Auto-Login über SSH-Session aktivieren

Unter dem Login-Manager lightDM, welcher ab Ubuntu 11.10 zum Einsatz kam, kann man den grafischen Auto-Login über folgenden Trick aktivieren (in meinem Fall während einer VNC-Session gebraucht, wo ich ständig den Rechner neustarten musste, der Benutzer aber nicht anwesend war und den Login für mich tätigen konnte, ich aber noch Zugang auf die Kommandozeile per SSH hatte und mir sein Passwort bekannt war … also wer’s braucht 🙂 )

Auf dem Zielsystem wird über eine SSH-Session und einem Text-Editor (z.B. Nano) die

/etc/lightdm/lightdm.conf

bearbeitet. Dabei wird lediglich die Zeile

autologin-user=Benutzername

hinzugefügt. Benutzername ist logischerweise mit dem entsprechenden Eintrag zu ersetzen …

http://wiki.ubuntuusers.de/LightDM#Automatische-Anmeldung

Veröffentlicht unter Linux, Tutorial, Ubuntu, Ubuntu 12.04 Precise Pangolin (64-Bit) | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar